„Wir werden weniger, älter, bunter". Diese Erkenntnis zum “Demografischen Wandel” ist keine leere Floskel. Die dafür verantwortlichen demografischen Veränderungen (zurückgehende Kinderzahlen, stetige Steigerung der Lebenserwartung, Zu- und Abwanderungen) haben einen langen Vorlauf und stellen die Städte und Gemeinden in nahezu allen Lebensbereichen vor große Herausforderungen.

Die Beschreibung der Bevölkerungsentwicklung sowie der Bevölkerungsstruktur und deren Veränderung ist eine zentrale Aufgabe der Dienststellen für Statistik und Stadtforschung in den Kommunen. Schon seit Anfang der 1980er Jahre gibt es im Ruhrgebiet einen informellen interkommunalen Austausch der Städtestatistiker, die sogenannte AG-Ruhr. Die Städte Bottrop, Bochum, Dortmund, Duisburg, Essen, Gelsenkirchen, Hagen, Herne, Moers, Mülheim an der Ruhr, Oberhausen und Witten haben sich für das Gemeinschaftsprojekt „Demografiemonitor“ auf eine entsprechende Zusammenarbeit verständigt mit dem Ziel, eine vergleichbare Berichterstattung auf kommunaler Ebene zu schaffen.

Der hier vorliegende „Demografieatlas“ stellt eine Sammlung von aussagekräftigen und vergleichbaren Daten und Kennzahlen zum Bevölkerungsbestand, zur Bevölkerungsentwicklung und zu den Privathaushalten vor.
Mit Hilfe dieser Software besteht die Möglichkeit, raumbezogene Datenbestände interaktiv über mehrere Vergleichsjahre – in Form von Tabellen, Diagrammen und Karten – für die beteiligten Städte zu präsentieren.

Der Atlas ist Teil des Gemeinschaftsprojektes „Demografiemonitor“1). Nicht die Daten aus der amtlichen Fortschreibung – d.h. Fortschreibung des Ergebnisses einer Volkszählung bzw. eines Zensus durch natürliche Bevölkerungsbewegungen (Geburten, Sterbefälle) und Wanderungen (Zuzüge, Fortzüge) – sind die Grundlage, sondern Daten aus den Registern der beteiligten Städte. Die Register sind die Grundlage für Planungsinformationen in den Städten, nur sie bieten die Möglichkeit auch kleinräumige Informationen bereitzustellen.
Insofern ist es eine neue Qualität, sowohl zwischen den Teilräumen einer Stadt als auch zwischen verschiedenen Städten auf eine konsistente Datenbasis zurückgreifen zu können.

Die bereitgestellten Kenn-(Zahlen) bieten umfangreiche Informationen für Politik, Verwaltung, die Bürgerinnen und Bürger und sonstige Interessierte, um so Transparenz und Planungsgrundlagen zu schaffen. Es ist eine jährliche Aktualisierung vorgesehen.

Ein Klick auf die Schaltfläche "Demografieatlas" in der Navigationsleiste oben startet den eigentlichen Demografieatlas.

1) Die gemeinsame Veröffentlichungsreihe zum Demografiemonitor beinhaltet neben dem „Atlas“ auch einen „Demografie-Bericht“ (dieser kann direkt über einen Link im Atlas geöffnet werden). In ihm werden für die beteiligten Städte ausgewählte Standardindikatoren mit kurzen Erläuterungen und grafischen Darstellungen präsentiert. Darüber hinaus finden Sie auch weitere Informationen zum Gemeinschaftsprojekt.